Kreaturen


Die Welt von Esdo bietet neben Ihren menschlichen Einwohnern auch Tiere und einzigartige Kreaturen. Der folgende Text stammt aus dem Jagdbuch des berühmten Jägers Vator. Selbstverständlich wurde er um aktuelle Erkenntnisse ergänzt.

Arasan


Arsana haben verschiedene Formen. Die am meisten verbreitete Form ist allerdings die eines sehr muskulösen Menschen ohne Kopf. Wie die Arsana ihre Umwelt wahrnehmen ist nicht bekannt. Allerdings sind es in jedem Fall starke Bestien, die wie aus dem nichts auftauchen können. Forscher vermuten, dass Sie Elementen aus ihrer näheren Umgebung nutzen, um sich zu manifestieren.
Dabei lassen sich folgende Eigenarten beobachten. Zuerst hört man einen weit entfernten Herzschlag. Dieser wird mit der Zeit immer lauter. Danach sind dünne Fäden ähnlich die eines Spinnennetzes in der Luft spürbar. Diese Fäden verdichten sich und bilden nach einiger Zeit einen festen Körper. Je nach Umgebung ist es möglich das die Haut der Arsana eine Panzerung aus Holz (in Wäldern) oder aus Eisen (nahe Mienen oder Schmiedestellen) ausbildet.
Hat sich der Arsana erst manifestiert, so geht er auf die Jagd nach Tieren oder Menschen. Auffällig bei Opfern der Arsana ist, das diese durch massive Gewalteinwirkung sterben. Allerdings wird der Leichnam im Anschluss nicht gefressen. Lediglich die Augen des Opfers werden entfernt. Es ist nicht bekannt was mit den Augen passiert oder warum die Arsana sich so verhalten. Nachdem die Beute erlegt und die Augen entfernt wurden, beginnt der Arsana damit seinen Körper wieder in seine Elemente aufzuspalten. Der Beobachter sieht zunächst wie die festen Körperstellen wie Panzerung, Haut und Fleisch zu feinem Pulver zerfallen und vom Wind verweht werden. Was übrig bleibt, ist eine Flüssigkeit die im Boden versickert.
Wanderern ist zu raten beim Erklingen des Herzschlages das Weite zu suchen. Die Arsana sind extrem stark und nur selten gelingt es diese auch zu besiegen.

Ixodida


Ixodida sind kleine zeckenartige Wesen mit einem metallischen Panzer. Sie beißen sich an einem Wirt fest und ernähren sich von dessen Adrenalin. Bei humanoiden Lebensformen lässt sich der Parasit meistens im Genitalbereich, am Rücken oder unter den Haaren nieder. Jedes Mal wenn der Wirt Adrenalin ausstößt, produziert der Ixodida Dopamin um den Wirt ein Glücksgefühl zu geben. Das Opfer fällt in eine Art Abhängigkeit.
Es lebt nun risikobereiter. Es bringt sich selbst immer wieder in Gefahrensituationen um mehr Adrenalin zu produzieren und die damit verbundenen Dopamin Ausschüttung zu erhöhen. Der Ixodida kann sich so optimal ernähren. Er beginnt bei ausreichender Nahrungszufuhr mit der Reproduktion. Dazu braucht er keinen Partner. Er bildet zwei bis drei genetische Klone in seinem Leib. Nach ca. 1-2 Wochen trägt er diese dann aus. Die Kinder saugen sich ebenfalls an den Wirt fest und imitieren das Verhalten des Muttertiers. Zu diesem Zeitpunkt hat das Kind noch keine feste metallische Panzerschicht.
Diese bildet es je nach Art innerhalb der ersten oder zweiten Lebenswoche aus. Zu diesem Zweck saugt der junge Ixodida nicht nur das Adrenalin aus dem Blut des Wirtes, sondern bedient sich auch an dessen Eisengehalt. Ein Symptom des Wirts ist daher neben der veränderten Wesensart auch der Heißhunger nach eisenhaltigen Lebensmitteln wie etwa Minze. Der Ixodida wiederholt diesen Zyklus so lange, bis die Haut des Wirtes komplett mit seiner Spezies übersät ist. Einzig das Gesicht lässt er aus. Der Wirt erkennt zwar den Befall aber seine Abhängigkeit des Glückshormons ist stärker und so wehrt er sich nicht gegen die Verbreitung. Hat der Parasit nun den Kompletten Körper übersät, wird es für den Wirt schwierig noch genug Adrenalin für die komplette Ixodida Familie zu produzieren.
Die ständige Gier nach immer mehr Dopamin treibt ihn letztendlich zu einer letzten Tat, den Suizid. Diese Tat wird meist in Verbindung mit Gewaltexzessen ausgelebt. Es passiert nicht selten, dass der Wirt jedes Lebewesen in seiner Umgebung umbringen möchte, sodass seine Umwelt gezwungen ist, ihn zu eliminieren. Allerdings sind auch Fälle bekannt, in denen sich die Opfer von Klippen oder Ähnlichem stürzen. Kurz vor seinem Tod schüttet der Wirt noch eine letzte große Menge Adrenalin aus.
Der Ixodida erkennt, dass der Wirt nun sein Leben beendet hat. Nachdem die Familie den letzten Rest Adrenalin aus dem Leichnam des Opfers gesaugt hat, ziehen sie sich in dunkle Ecken zurück und warten auf das nächste Opfer. Bei wenigen Tieren ist es möglich das Opfer zu behandeln, in dem man den Ixodida aus seinem Körper zieht. Dies führt allerdings zu großen Schmerzen beim Wirt, da der Ixodida dabei meist eine beträchtliche Menge an Fleisch aus dem Körper reißt.
Bei einem kompletten Befall hilft es nur noch das Opfer in einem isolierten Raum zu fixieren und ihn so daran zu hindern Adrenalin zu produzieren. Nach ca. 1-2 Monaten geben die Tiere auf und lassen vom Opfer ab. Daraus entsteht allerdings das Problem, dass der Ixodida zwar den Wirt freiwillig verlässt, er allerdings danach noch weiterlebt und sich einen neuen Wirt suchen wird.
Er hält es 1-2 Jahre ohne Nahrung aus. Weshalb die Opfer meist diese Zeit fixiert in dem isolierten Raum verbringen müssen.

Gemmeus


Gemmeus sind menschenähnliche Wesen, die der Sprache der Menschen mächtig sind. Auf Ihrer Brust wächst ein runder Edelstein. Dieser nimmt das Licht aus der Umgebung auf um dieses in Energie umzuwandeln und ihn so zu ernähren. Sollte das Licht aus der Umgebung nicht ausreichen, um den Gemmeus zu sättigen – wie etwa bei Nacht – so sucht sich dieser, meist kleinere Tiere oder Beeren als Nahrungsquelle.
Es wurde auch beobachtet, dass der Gemmeus Wanderer bestiehlt oder mit ihnen handelt. Allerdings ist Vorsicht bei der Kommunikation mit dieser Spezies angebracht. Sie lügen, um sich einen Vorteil zu verschaffen und es kommt nicht selten vor das der ihnen wohlgesonnene Mensch eine Klinge in seinem Rücken spürt. Die Gemmeus sind größtenteils ausgerottet da der Edelstein auf Ihrer Brust einen großen Wert besitzt.
Ist der Edelstein erst entfernt verblutet der Gemmeus. Ein Überleben ohne den Stein ist nicht möglich.

Accipiter


Accipiter sind falkenähnliche Vögel. Sie kommen an den Küstengegenden des Kontinents vor. Sie ernähren sich ausschließlich vom Salzwasser des Meeres und von den dort lebenden Balaena. Der Accipiter nutzt das Meerwasser um Masse zuzulegen. Zu Beginn seines Lebens ist er nicht größer als 30 cm mit einem Gewicht von ca 800 Gramm.
Im Laufe seines Lebens konsumiert er so viel Salzwasser, das er ausgewachsen auf eine Größe von 9 Meter kommt mit einer Flügelspannweite von bis zu 20 Metern. Der Tod der Accipiter geht mit ihrer Fortpflanzung einher. Die Vögel werden vor Ihrem ableben immer dicker. Zunächst bildet sich in ihrem Inneren am Boden des Bauches Gestein, das hauptsächlich aus den Mineralen des Meersalzes besteht.
Nach weiterer Zuführung von Meerwasser und der über den Baleana aufgenommen Grassamen bildet sich zunächst eine Erdschicht, auf der dann letztlich eine Grasschicht wächst. Zusätzlich wird innerhalb des Bauches eine Art kleiner Weiher ausgebildet, der sich in das „Landschaftsbild“ fügt. Das erste Jahr befindet sich der Embryo in diesem Weiher innerhalb des Bauches. Nach dem ersten Jahr verlassen die Nachkommen diesen Weiher und leben zunächst noch 4-5 Monate auf der Rasenfläche um Ihre körperliche Entwicklung zu einem vollausgebildeten Jungtier abzuschließen.
In dieser Zeit wird die Haut am Rücken des Muttertiers so dünn das Sonnenstrahlen bis zu dem Habitat der Jungtiere durchscheinen können. Sind die Jungtiere vollständig ausgebildet, so begibt sich das Muttertier an die Küste, um zu sterben. Die Nachfahren picken sich Ihren Weg, meist durch die dünne Haut am Rücken, frei. Der Leichnam des Accipiter verfault in der Regel sehr schnell. Das Habitat, in dem die Jungtiere aufgewachsen sind bleibt jedoch vollständig erhalten und stellt so fruchtbare Erde zur Verfügung.
Die Menschen von Esdo glauben deshalb, dass der Vogel so ihre Welt erschaffen hat und geben ihm deshalb den beinamen Gottes Vogel. Da die Geburt sehr blutig abläuft, wird er in einem alten und sehr bekannten Volkslied als „Fantastisch Blutender Falke“ beschrieben, der die Welt vor dem teuflischen Baleana rettet.
Die enorme Größe dieses Tieres und der Gottesstatus der Ihm zugeschrieben wird, machten Ihn zu einer beliebten Beute bei den Venatoren. In Utar sind sie deshalb vom Aussterben bedroht.

Balaena


Balaena sind walähnliche Geschöpfe. Sie sind der Konterpart zu den Accipiter. Baleana ernähren sich von sämtlicher fester Materie, die sie finden können. Dies beinhaltet Gestein ebenso wie Lebewesen. Der Baleana beginnt sein Leben ähnlich wie der Accipiter innerhalb eines Muttertieres.
Das Muttertier frisst die bereits beschriebene Nahrung und zersetzt diese dann in Salz und Wasser. Dieses Salzwasser macht 90% des Gewichts des Baleana aus. Stirbt das Tier setzt es wie der Accipiter seine Nachkommen frei, indem es die übrigen 10% der festen Materie in seinem Körper nach und nach in Salzwasser auflöst.
Die Tatsache das die Baleana das Land wortwörtlich Verschlingen, macht Sie im Volksmund zu einem Überbringer des Todes. Er steht für die Vernichtung allen Seins. Aufgrund Ihres natürlichen Lebensraumes ist es für den Menschen schwer die Tiere zu jagen. Speziell hergerichtete Küsten oder Hafenstädte wie Port Castle wurden so gebaut das Sie spezielle Verteidigungsanlagen gegen diese Kreaturen aufweisen, die von erfahrenen Jägern genutzt werden können.